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Dispokredit für kurzfristige finanzielle Engpässe

Der Dispokredit ist mit Sicherheit der Kredit, der von vielen Verbrauchern genutzt wird, ohne dabei zu bedenken, dass es ein Kredit ist, den die Bank hier gewährt.

Fast alle Banken räumen Kunden, die ein Girokonto im Hause führen, einen Dispositionskredit ein, der in der Höhe meistens zwei oder oft auch drei Nettomonatsgehältern entspricht. Ehepaare, die gemeinsam ein Girokonto führen und beide im Beruf stehen, bekommen unter Umständen einen Dispo von 20.000 Euro, den sie bisweilen nicht einmal extra beantragen müssen. Das ist dann der Kreditrahmen innerhalb dessen Verfügungen getroffen werden können, auch wenn das Girokonto nicht gedeckt ist.

Kosten des Dispositionskredites

Die Führung und die Bereitstellung des Dispos sind immer kostenlos. Kosten verursacht ein Dispo nur, wenn er in Anspruch genommen wird. Dafür berechnen die Banken unterschiedlich hohe Zinsen die, je nachdem, wo das Konto geführt wird, zwischen 6,90 Prozent und 15,00 Prozent liegen können.

Viele Verbraucher betrachten den Dispositionskredit dann als zweites Einkommen und finanzieren manchmal sogar ihren täglichen Lebensunterhalt aus dem Dispo. Oft gelingt es ihnen dann kurze Zeit später nicht mehr, ihren Dispo mit Gehaltseingängen wieder auszugleichen. Das Girokonto wird dann irgendwann nur noch im Soll geführt und dadurch richtig teuer wird, selbst wenn es sich eigentlich um ein kostenloses Girokonto handelt. Die Zinsen werden in der Regel quartalsweise in Rechnung gestellt und addieren sich entsprechend auf den Saldo.

Damit nutzen die Verbraucher bewusst oder unbewusst den teuersten Kredit, den man aufnehmen kann. Sie geraten in die Dispofalle, aus der sie ohne Weiteres oft nicht mehr rauskommen. Kommt es dann auch noch zu ungenehmigten Überziehungen des Kreditrahmens, ist die Bank berechtigt, den Dispo zu kündigen und kurzfristige fällig zu stellen.

Den Dispositionskredit durch einen Ratenkredit ablösen

Der Dispo ist nicht dafür gedacht, dass Verbraucher daraus ihren Lebensunterhalt bestreiten. Er ist auch nicht dafür gedacht, dass daraus Anschaffungen wie Fernseher, Waschmaschine oder Ähnliches finanziert werden. Der Dispo ist ein flexibler Kredit, der genutzt werden kann, um kurzfristige Liquiditätsengpässe auszugleichen, wenn zum Beispiel eine Autoreparatur bezahlt werden oder die Urlaubsreise angezahlt werden muss. Als Verbraucher sollte man in der Lage sein, den in Anspruch genommenen Dispo innerhalb von drei Monaten wieder zurückzuführen, sodass das Girokonto dann wieder im Haben geführt wird.

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Kommt man jedoch nicht mehr aus den „roten“ Zahlen, ist es sinnvoll alternativ einen günstigen Ratenkredit aufzunehmen, mit dem dann der Dispositionskredit abgelöst werden kann. Dadurch können die hohen Zinsbelastungen gespart werden.

Der Abrufkredit als Alternative zum Dispo

Der Abrufkredit ist bei den Verbrauchern nicht so bekannt und wird auch nur von wenigen deutschen Banken angeboten. Er kann die Alternative zum Dispo sein, weil es ebenfalls ein flexibler Kredit ist, der variabel getilgt wird. Abrufkredite sind dabei zum einen nicht an die Führung des Girokontos gebunden und zum anderen von den Kosten her deutlich günstiger, weil die Zinsen bei Inanspruchnahmen deutlich niedriger sind.


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