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Was bedeutet Sondertilgung?

Was ist eine Sondertilgung?

Bei der Sondertilgung handelt es sich, einfach gesagt, um eine außerplanmäßige Ratenrückzahlung von einem Kredit oder einem anderen Darlehen. Eine solche Tilgung ist in vielen Fällen sinnvoll, kann jedoch in manchen Fällen auch mit Kosten verbunden sein, die sich für Sie als Kreditnehmer nachteilig auswirken können. Wann sich eine Sondertilgung für Sie lohnt, sollten Sie deshalb in jedem Einzelfall genau prüfen.

Wann ist eine Sondertilgung möglich?

Eine Sondertilgung ist bei neueren Krediten prinzipiell möglich. Der Stichtag hierfür war der 11. Juni 2010. Wie die Modalitäten genau gestaltet sind, ist vom Kreditinstitut abhängig und wird vertraglich festgelegt. Der frühestmögliche Termin für Sondertilgungen ist nach Ablauf des ersten Monats. Außerdem ist eine Sondertilgung üblicherweise nur ein Mal im Jahr möglich, wobei Bausparkassen hierbei keine Einschränkungen machen. Hier müssen Sie beachten, dass ein Kreditinstitut grundsätzlich das Recht hat eine Vorfälligkeitsentschädigung einzufordern. Diese entschädigt den Kreditgeber für den entgangenen Gewinn durch Zinszahlungen. Die Vorfälligkeitsentschädigung kann bis zu 1%, bei einer Laufzeit von unter einem Jahr 0,5%, des Kreditbetrags betragen. In der Praxis verzichten jedoch die meisten Kreditgeber auf diese Entschädigung, Bausparkassen sogar grundsätzlich.

Wie hoch ist eine Sondertilgung?

Eine weitere Einschränkung betrifft die Höhe der Sondertilgung. Bei den meisten Kreditgebern beschränkt sich die Höhe der Sondertilgung auf einen festgelegten Prozentsatz. Dieser hängt weiterhin von zwei unterschiedlichen Faktoren ab.

Wenn Sie eine besonders hohe Sondertilgung zahlen möchten, so liegt außerhalb der Zinsbindungszeit der übliche Prozentsatz bei einmalig 30% oder 50% der ursprünglich gesamten Kredithöhe. Während der Zinsbindungszeit sind jährliche Zahlungen in einer Höhe von 3%, 5% oder bis zu 10% der anfänglichen Kredithöhe üblich. Auch hier bilden Bausparkassen eine Ausnahme und gestatten zu jeder Zeit beliebig hohe Sondertilgungszahlungen.

Sinn der Sondertilgung

Der Zweck von Sondertilgungen ist recht offensichtlich. Durch einen manchmal unvorhersehbaren oder im Vorfeld zeitlich eingeplanten Vermögenszuwachs ändern sich Ihre Möglichkeiten der Finanzierung eines Kredits. Sie haben bei einem Vermögenszuwachs einerseits die Möglichkeit das hinzu gewonnene Vermögen anderweitig anzulegen oder die Restschuld und gleichermaßen die Laufzeit Ihres Kredits zu verringern. Welche der beiden Optionen sich mehr lohnt, hängt von vielen Faktoren ab, die Sie berechnen müssen. Als Ergebns der Rechnung sollte eine Zins Summe stehen, die möglichst zu Ihrem Vorteil ausfällt. Diese berechnet sich aus dem Zinsgewinn durch eine Geldanlage und dem Zinsverlust durch den Kredit.

In den meisten Fällen, vor allem wenn Sie das Geld bei dem selben Kreditinstitut anlegen, das sich auch als Kreditinstitut nutzen, ist die Kredit-Sondertilgung von großem Vorteil. In diesem Fall wird es nämlich so sein, dass der Zins für den Kredit deutlich höher liegt, als der Zins für eine Geldanlage. Daraus folgt, dass eine Laufzeitverkürzung Ihre Verpflichtungen gegenüber der Bank verringert und Sie nach begleichen der Restschuld ausschließlich Gewinn machen, wenn sie schuldenfrei Eigenkapital anlegen.

Nachteil einer Sondertilgung

Manche Banken lassen sich das Ihnen vertraglich eingeräumtes Recht für die Tilgung bezahlen. Neben einer Vorfälligkeitsentschädigung kann ein Sonderzins für die Zeit der Zinsbindung hinzu kommen, der in die gesamten Zahlungen mit einbezogen werden muss und selbst dann fällig wird, wenn Sie keine Sondertilgungen tätigen.

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